Die Gletscherhöhle überlebt den Sommer 2024             "tobilafotografie"  Toni Bischof/Ladir

Teil 1  Zeitspanne: 22. Jan. bis 21. Febr. 2024

In dieser Zeit besuchte und fotografierte ich während 6 Tagen intensiv diese neue Gletscherhöhle, die sich während des Sommers/Herbst 2023 gebildet hat. Gleich zu Beginn der Besuche, in der Nacht vom 20. bis 21. Jan. wurde die Höhle durchgehend von einem ca. 20cm höherem Wasserstand richtiggehend geflutet! Die Temperaturen bewegten sich während dieser Zeit konstant im tieferen Minusbereich von ca. -7 bis -15 Grad  Celsius in diesem Gebiet. Der nächste Vollmond war auf den 25. Januar datiert... weshalb die Höhle so massiv geflutet wurde, vermag ich nicht zu sagen...

 

Die Gletscherhöhle war faszinierend! Ab dem 24. Febr. 24 war es infolge der tragfähigen Bodenvereisung möglich, kriechend und robbend, bis in den letzten Höhlengang zu gelangen. Dieser war für mich der faszinierendste Teil der gesamten Höhle, die geschätzte 150m tief, eine grosse Halle und 2 Nebengänge aufwies.

 

Dem südlichen Nebengang, der nur kriechend zu erreichen war, gab ich den Namen :

 

Die Eishöhle der Gletscherelfen:  

https://www.tobilafotografie.com/gletscherh%C3%B6hlen-schweiz/die-gletscherh%C3%B6hle-der-elfen/

 

 

Bilder Teil 1 vom 22. Jan. bis 21. Febr. 2024

 

Rekognoszierung vom 11.Oktober 2024

 

Die Kräfte, die hier am Werk sind und ihre Veränderungen sind gewaltig!

 

Es wälzen sich noch Mitte Oktober gewaltige Wassermengen durch die Gletscherhöhle...

 

Was hier abgeht, wenn die Sommerhitze ihren Höhepunkt erreicht, kann ich nur erahnen...

 

Aber die Gletscherhöhle vom Vorwinter gibt es noch... leise Vorfreude kommt in mir auf...

Teil 2  Zeitspanne: 29. Nov. 2024  bis 7. Januar. 2025

Freudiges Wiedersehen in der selben Gletscherhöhle vom letzten Winter! Die Dimensionen sind in Länge, Breite und Höhe annähernd gleich geblieben. Das ist die perfekte Überraschung! Es bildeten sich auch wieder Eissäulen, ähnlich wie in der Saison 23/24.

 

Dazu kommen einige neue, einmalige Erscheinungen wie das perfekte Loch im Gletscher auf der Ostseite. In der Folge gab ich  ihm den Namen  "das meist fotografierte Loch Graubündens"  schmunzel...

 

Die leichte und ungefährliche Erreichbarkeit der Gletscherhöhlen von Morteratsch erreichten im Winter 24/25 einen absoluten Rekord an Besucherzahlen. Die Faszination der so vergänglichen Gletscherhöhlen erfasst eine breite Öffentlichkeit. Das hat leider auch negative Seiten offenbart: So wurden Eissäulen, Stalagmiten und Stalaktiten durch Besucher zerstört oder beschädigt!

 

Über allem Negativen aber sehe ich die Freude der Besucher/innen in ihren Augen und Gesichtern, denen ich hier während rund 10 Tagen meines intensiven arbeitens / fotografierens begegnen durfte...

 

 

Bilder Teil 2  Zeitspanne: 29. Nov. 2024  bis 7. Januar. 2025