Bergseen statt Gletscher... die grosse Veränderung    "tobilafotografie"   Toni Bischof / Ladir

Als ich 20 Jahre alt war...

zog ich hier meine Steigeisen an, den Eispickel griffbereit... oftmals bereits angeseilt am Fusse des Morteratsch-, Tiefen-  des Wittenwasseren- oder etwa des Griesgletschers unter der Claridennordwand über dem Klausenpass Uri. Die Liste könnte ich beliebig verlängern...

 

Wo ich damals als junger Mann mich für den Gletschergang rüstete, breiten sich heute Bergseen aus, sofern die Topografie dafür geeignet ist. Von den Gletschern ist nur noch ihr Nachlass zu sehen... eine Steinwüste, die mit der Zeit in Vegetation übergeht...

 

Dieses Jahr werde ich 68 Jahre alt und bin Zeuge einer Veränderung, die von der Wissenschaft als weltweite Klimaerwärmung bezeichnet wird. Öffnen wir unseren Blick auf 1 Millionen Jahre , so erkennen wir auf unserer Erde Wärme- und Kältezeiten.

 

Bezüglich der Schweiz (Mitteleuropa) unterscheiden wir 4 Eiszeiten:

 

  1. Günz 600'000 - 540'000
  2. Mindel 480'000 - 430'000
  3. Riß 240'000 - 180'000
  4. Würm 120'000 - 10'000

Wer sich für die Geschichte unserer Eiszeiten Interessiert, denen gebe ich hier den folgenden Link:

http://www.geschichte-schweiz.ch/eiszeiten-gletscher-findlinge.html

 

 

Mein Beitrag "Bergseen statt Gletscher"  widmet sich diesem Thema aus der Sicht des Bergsteigers und der des Fotografen, der sein Leben lang hier verbracht hat. Es entsteht ein neuer Lebensraum, voller Schönheit, den ich hier in meinen Bildern zeigen möchte...

 

 

 

Gerenpass TI

Bernina, das Tal von Morteratsch

Blick auf das Matterhorn

der Bergsee vom Tiefengletscher